Die Welt

Einleitung

Das Chat- und Forenrollenspiel findet in der fiktiven Fantasy-Welt „Amandil“ statt. Noch gibt es kaum Vorgaben, denn diese Welt wird von Euch gestaltet und entdeckt!

Die Entdeckung des Kontinents Amandil

Im Jahre 1034 des dritten Zeitalters (nach Zeitrechnung der alten Welt) gerieten die Seefahrer Wim Wenkelsen und Bard Stuten, sowie die Besatzung ihres Handelsschiffes Lisbeth, nach einem heftigen Sturm vor der Küste von Hellwig in Seenot.

Aufgrund fehlender Materialien nicht in der Lage, die entstandenen Schäden am Hauptmast ihres Schiffes zu reparieren, trieben sie einige Wochen lang über das offene Meer. Glücklicherweise hatte die Lisbeth in ihrem Heimathafen Leehr einige Tonnen Brot, Getreide & Wein aufgeladen, von denen die Besatzung einige Monate lang hätte überleben können.

Am 14. August 1034 wurde die Lisbeth an den südlichen Küstenabschnitt einer zu diesem Zeitpunkt unbekannten Landmasse gespült. Man vermutet, dass es sich dabei um die Region handelt, die heute von den Siedlern Amandils als „Grüngrund“ bezeichnet wird. An Land konnte man zügig Baumaterial gewinnen und die Schäden am Schiff reparieren.

Am 01. Oktober 1034 kehrte die Lisbeth in ihren Heimathafen Leehr zurück. Zu diesem Zeitpunkt waren Wim Wenkelsen und Bard Stuten die einzigen Überlebenden an Bord des Schiffes. Die gesamte Mannschaft sei auf der kräftezehrenden Heimreise einer Seuche zum Opfer gefallen, gaben sie an. Da man die Leichen aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Seuche im Meer bestattete und es somit weder Zeugen noch Beweismittel gab, die für die Schilderungen beider Rückkehrer sprachen, wuchsen innerhalb der Bevölkerung im Laufe der folgenden Wochen Zweifel daran.

Gerüchte entstanden, Angehörige der Seeleute verlangten Wiedergutmachung und die traurige Geschichte der Lisbeth erwuchs binnen kurzer Zeit zu einem Politikum.

Auf Druck der Öffentlichkeit wurden Wenkelsen und Stuten im Januar 1035 vom Leehrer Staatsanwalt Regis Martius des Mordes an 24 Seeleuten und der Unterschlagung wertvoller Fracht im Werte mehrerer tausend Goldmünzen angeklagt.

Im Laufe des Prozesses fanden viele Verhöre statt, in denen natürlich auch die erlösende Ankunft an der Küste eines unbekannten Kontinentes eine große Rolle spielte. Während Freunde und Vertraute der beiden Angeklagten die Geschichte vom unentdecken Kontinent zumindest nicht kategorisch ablehnten, machte ihr Beharren darauf Wenkelsen und Stuten in den Augen der breiten Öffentlichkeit und des Gerichtes unglaubwürdig.

Die Schiffahrt konnte zu diesem Zeitpunkt auf eine beinahe tausendjährige Tradition zurückblicken. Unentdeckte Gebiete gab es auf der Welt nicht, wenn es man den Ansichten der meisten Bewohner ebendieser glauben durfte.

Der 11.12.1034 git als Wendepunkt in der Geschichte um die Entdeckung Amandils. An jenem Tag wurden Wim Wenkelsen und Bard Stuten schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt.

Am 28.12.1034 wurden Wim Wenkelsen und Bart Stuten auf dem Leehrer Marktplatz durch das Beil öffentlich hingerichtet. Dies war zu diesem Zeitpunkt die erste Hinrichtung seit beinahe einhundert Jahren in der friedlebenden Hafenstadt Leehr. Der Hinrichtung selbst wohnten nur wenige Menschen bei, war die Geschichte um die beiden „Meeresmörder“ (wie sie die hiesige Presse gern nannte) allmählich in Vergessenheit geraten.

Man weiß nicht warum, aber die Legende um den unentdeckten Kontinent überdauerte jegliches Interesse an Wenkelsen, Stuten oder der Besatzung der Lisbeth. Hierzu mag beigetragen haben, dass beide Angeklagten selbst am Tage ihrer Hinrichtung an dieser Geschichte festhielten.

Wie sich herausstellte, lagen viele Aufzeichnungen über die Route zu dem mysteriösen Kontinent vor, die im Laufe der Gerichtsverhandlung vorgebracht, aber als Fälschung abgetan wurden. Wim Wenkelsen selbst hatte sie angefertigt, während die Lisbeth am Strand der unbekannten Küste wieder seetauglich gemacht wurde.

Die Dokumente wurden nach der Hinrichtung den Angehörigen der Angeklagten ausgehändigt. Ein Cousin Stutens, Cales Wintermorgen, studierte das Material, verglich es mit Logbüchern anderer Kapitäne aus den Archiven der Seefahrergilde und kam zu der Überzeugung, dass es sich dabei um reale Begebenheiten handeln musste. Mit diesen Erkenntnissen wandte er sich an die lokale Presse und schließlich an das Leehrer Gericht, fand aber nirgends Gehör.

Bis zu seinem Tode im Jahre 1053 hielt Cales Wintermorgen an seiner Geschichte fest und verteidigte Wenkelsen und Stuten bei jeder Gelegenheit.

Der Sohn des Cales Wintermorgen, Halgir Wintermorgen, wurde von seinem Vater im Glauben erzogen, die Geschichte von Wim und Bard sei ein großes Unrecht. In seiner Jugend half er seinem Vater oft bei den Recherchen um jene Ereignisse. Selbst Kapitän in Ausbildung und Mitglied der Seefahrergilde, hatte Halgir Zugang zu den Archiven, die seinem Vater schlussendlich die entscheidenden Erkenntnisse lieferten.

Nach dem Tod seines Vaters fasste Halgir den Entschluss, die Mär vom unentdeckten Kontinent der Meeresmörder in eine Realität zu verwandeln. Mittlerweile ein angesehenes Mitglied seiner Gilde (und hochdekorierter Kapitän der königlichen Marine zu Zeiten der Elmsland-Kriege 1043-1045), konnte er ausreichend Geld und Leute für eine Expedition nach Wenkelsens Aufzeichnungen zusammentragen.

Am 01. Oktober 1056, also am 22. Jahrestag der Lisbeth-Rückkehr im Hafen von Leehr, startete Halgirs Schiff, die Morgenglanz, ihre Fahrt Richtung Amandil. In den Wochen vor der Abreise hatte sich ein wahres Wettrennen um den Start mit dem reichen Adelsmann Balduin Neumorgen entwickelt. Neumorgen war über Berichte in der Zeitung auf Halgirs Vorhaben aufmerksam geworden und witterte in der Besiedlung eines neuen Kontinentes zum einen Profit, zum anderen wohl eine wohltuende Ablenkung von seinen Problemen daheim. Balduin Neumorgen war vor allem durch die Eheschließung mit der Gräfin Magdalena von Otten an seinen Reichtum gelangt. Das gemeinsame Privatleben beider Leute war forthin häufig Anlass für allerlei Tratsch und Klatsch. Zudem hatte Balduin das Gefühl, Magdalena wäre ihm mittlerweile überdrüssig geworden und vertrieb ihre Zeit lieber mit attraktiveren, wenn auch dümmeren Männern. Er sah seinen Wohlstand und das letzte bisschen Ansehen, über das er noch verfügte, bedroht und suchte einen Weg, diesem trübsinnigen Strudel zu entrinnen.

Balduin schaffte es letztlich, am 03. Oktober, also zwei Tage nach Haldirs Abreise, mit der Geliebten Sünde (so hieß sein Expeditionsschiff) in See zu stechen. Damit verlor er zwar das Wettrennen auf der ersten Etappe, seine größere Bekanntheit beim Volke sorgte aber dafür, dass er nicht minder umjubelt wurde als Halgir, der zudem eher idealistischere Ziele verfolgte. Balduin bewarb seine Expedition als Hoffnung auf neuen Reichtum für das Volk, während Halgir Wintermorgen lediglich zwei verurteile Mörder rehabilitieren wollte. Ihr könnt euch selbst denken, wer da in Zeiten der Armut erfolgreicher Begeisterung unter den Leuten erzeugen konnte…

Am 11. Januar 1057 landete die Morgenglanz in der Bucht, die wir heute als Dämmerküste bezeichnen. Nur einen Tag später erreichte die Geliebte Sünde ihr Ziel. Ohne von der Ankunft des anderen Schiffes zu wissen, gründeten beide Siedlergruppen unabhängig voneinander zwei Dörfer, nur unweit der Küste.

Es vergingen einige Wochen, bis sich Einwohner beider Siedlungen zufällig im Umland der Dörfer begegneten und einander als Mitglieder der jeweils anderen Expedition erkannten.

Balduin Neumorgen war nur wenige Tage nach Ankunft seines Schiffes an einer Vergiftung gestorben, nachdem er sich trotz Warnung seiner mitgereisten Gelehrten an unbekannten Beeren verköstigte, die er bei einem Spaziergang am Strand entdeckte.

Ihm zu Ehren wurde das eine Dorf Neumorgen genannt, während man sich im anderen Dorf demokratisch auf den Namen Brunnenau einigte (der Vorschlag hierfür stammt wohl von einem gewissen Maliro Grässchen, der in der alten Welt mal in einem Dorf mit diesem Namen lebte. Natürlich erwähnte er diese Tatsache nicht, als er den Vorschlag machte).

Und warum Amandil? In den Aufzeichnungen Wim Wenkelsens bezeichnete er seinen unentdeckten Kontinent stets als „Perle des Himmels„. In der alten Sprache hieße dies Aman d’Ile. Daraus wurde (vermutlich der Bequemlichkeit wegen) letztendlich der wohlklingende Name Amandil.

Die Karte

Unser Kartograph und Herausgeber des Dämmerküsten Kurier, Maliro Grässchen, hat die bislang bekannten Bereiche des Kontinents in Form dieser Karte festgehalten.

Währung

Die Siedler verwenden eine Währung, die sie aus den alten Reichen (von denen die meisten Siedler stammen) mitgebracht haben.

Diese Währung ist relativ simpel aufgebaut. Es gibt Kupfer-, SilberGold– und Platinmünzen.  Der Wert von 100 Münzen einer Art ist im Wert einer einzelnen Münze der wertvolleren Art gleich zu setzen. Also gilt folgende Regel:

  • 100 Kupfer = 1 Silber
  • 100 Silber = 1 Gold
  • 100 Gold = 1 Platin

Da mit der Besiedelung eines neuen Kontinents vermutlich der Reichtum und somit der Bedarf an ausreichenden Zahlungsmitteln steigt, könnte es zu einer Reformation des Währungssystems kommen.

Derzeit gibt es in den frisch besiedelten Regionen Amandils kein Bankwesen. Geld wird privat eingelagert und neue Münzen geraten derzeit nur durch das mitgebrachte Eigentum neuer Siedler in den Wirtschaftskreislauf.

Die Zeitung

Die Dämmerküsten-Region verfügt über ihre eigene Zeitung, die hier und da über Geschehnisse der Welt berichtet. Die Artikel der Zeitung tauchen in den generellen News der Drachenfeste auf.

Der Dämmerküsten Kurier ist eine gute Mögllichkeit, das größere Ganze der Rollenspielwelt zu verfolgen, ohne sich durch alle Forenbeiträge– und Chatbeiträge wühlen zu müssen.

Wenn Du nur die Nachrichten  des Dämmerküsten Kuriers sehen willst, klicke einfach auf den entsprechenden Menüpunkt im „Rollenspiel“ Menü.

Der Dämmerküsten Kurier sucht weitere Autoren! Falls Du also Lust hast, selbst über die Geschehnisse in Amandil zu berichten, melde Dich auf die Anzeige am schwarzen Brett in Brunnenau!

Steig ins Abenteuer ein! Finde Freunde, entdecke Orte, gründe Siedlungen, die zu Städten werden. Vielleicht wirst Du der beste Schreiner Deiner Zunft, vielleicht aber auch der erste König Amandils!